21.01.2018: Gugg a Ball Göggingen

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Samstag kurz nach Mittagszeit, eine Horde Fasnachtsverrückter wartet nervös und gebangt auf den Car. Es geht nach Göggingen in Deutschland.

Dieses Mal war auch Simon Stocker wieder einmal dabei, wahrscheinlich konnte er sich zum Mitkommen überwinden, da ihm ein Hotelzimmer mit Wellnessbereich versprochen wurde. Er wollte schliesslich nicht mit alten Gepflogenheiten brechen. Vor uns stand eine lange Fahrt, welche wir mit lautstarkem Gesang begleiteten. Als der Tambi sein Stimmgerät hervorzuckte, war auch dem Hinterletzten klar, dass wir die Tonlage mit unseren Instrumenten wohl deutlich besser erwischten als mit unserer Stimme. In Göggingen angekommen, wurden wir von der Geslach Gugge sehr herzlich Willkommen geheissen. Das Fest war klein aber fein und da unser Auftritt schon um 22 Uhr war, blieb nicht viel Zeit zum Tanzen und Feiern. Der Auftritt war genial, die Stimmung genialer und das Publikum am genialsten. Die Deutschen wissen wie feiern und dies nicht nur auf Malle (ist nur einmal im Jahr…). Wie bereits vor 14 Jahren hatten wir unseren hauseigenen Speaker dabei. Dieser fiel dieses Jahr jedoch nicht durch 10-minütiges Schweizerdeutsches Gelaber, sondern viel mehr durch seine Gesangseinlage auf. Nach dem Auftritt wurden die Rockabilly Frauen beim Tanzen durch die Lüfte geschwungen und ein klein wenig Gletscherwasser getrunken, bis uns nach Festschluss der Chef eines Linienbusunternehmens höchstpersönlich in die Unterkunft fuhr. Angekommen in der Unterkunft gingen die meisten noch Baden. Auch gab es gegen einen Aufpreis von 85 Euro sogar ein Raucherzimmer zu haben. Einige einsame Hirten konnten dem Schlaf jedoch nicht viel abgewinnen und zogen mit ihrer heiligen Taube um die Hotelzimmerecken. Sie versuchten den einen oder andern zu überzeugen, in ihre an diesem Abend gegründete Sekte, beizutreten. Am Sonntag aufgewacht, erlebte vor allem ein Mitglied einen sehr speziellen Moment. Wahrscheinlich durch den Film „Road Trip“ inspiriert, entschied sich ein Schränzer sein Leberkäsesemmel (höchstpersönlich von Locke gestrichen), welchen er nicht mehr zu essen vermochte, kurzerhand in der Unterhose zu verstauen. Schlau dieser Kerl, konnte er doch bei einem erneuten Hungeranfall doch so einfach auf seine Occasionssemmel zurückgreifen. Der Hunger kam an diesem Abend nicht mehr und so geschah es, dass er voller entsetzten am Sonntagmorgen mit einer Semmel in der Hose erwachte. Der Sonntag war da, die Rückfahrt ging los. Kurioserweise hatten wir auf der Rückfahrt zwei illegale Musikanten im Gepäckraum mitgeführt.

Eure Escheschränzer

- Sebi Schürmann

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23. Februar 2019
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